Gang of youths

 

Als ich das erste Mal auf diese Band aufmerksam wurde, wartete ich in der Frankfurter Festhalle auf den Start des Konzerts von „Mumford and Sons“. Die Vorband war „Gang of youths“. Am Ende wusste ich nicht, welcher Auftritt mir besser gefallen hatte. Und das lag nicht nur an dem hinreissenden Sänger mit seiner tiefen Stimme. Sie hatten einfach einen grandiosen Auftritt hingelegt und die Halle ordentlich gerockt.

Die australische Band, die bereits als Vorband für die „Foo Fighters“ spielte, dreht sich vorallem um den Leadsänger und Songwriter David Le’aupepe. Gegründet wurde sie 2012 und ein Großteil der Musiker kennt sich aus der Hillsong Church in Sydney. Sie outen sich nicht als christliche Band, aber leugnen ihren Bezug dazu auch nicht. In ihren Texten geht es irgendwie immer auch um Gott, das merkt man zumindest, wenn man genauer nachhört. Le’aupepe schreibt über seine Kämpfe und seine Tragödien im Leben, von denen er schon einige erleben musste. Nachdem er sich am vielbesungenen 3. Juni fast das Leben genommen hätte, singt er in dem Lied „Magnolia“: „There’s no way tonight, as far as I know, that heaven will take me, so I’m staggering home“. Im dem Lied „The heart is a muscle“, welches einige Jahre später erschien, kann man eine deutliche Wandlung aus der Zerstreuung hin zur Wiederherstellung hören:

‚Cause I wanna overcome
And try to love someone

‚Cause the heart, the heart, the heart
The heart is a muscle
And I wanna make it strong

Musikalisch erinnern sie mich mit ihrem rockigen Gitarrensound etwas an „The Strokes“, die ich vor fast zwanzig Jahren rauf und runter gehört habe. Aber so richtig in eine Schublade stecken, lassen sie sich nicht und gerade das macht ihre Musik so interessant.

Für dieses Jahr kündigen sie ein neues Album an. Dieses soll hauptsächlich um den kürzlich verstorbenen Vater von Le’aupepe gehen. Ja, solch schlimme Ereignisse bringen meist die besten Songs hervor, so traurig das auch ist. Ich bin gespannt!

Hier könnt ihr die Musik von „Gang of youths“ hören:

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Ein Kommentar

  1. Die Band ist super!

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