Bon Iver

Bon Iver ist eine amerikanische Indie-Folk-Band, deren Hauptmusiker der Sänger, Gitarrist und Organist Justin Vernon ist. 2008 erschien Bon Iver`s Debutalbum „For Emma, forever ago“, wofür Vernon die Songs alleine in einer einsamen Jagdhütte aufnahm. Ein wundervolles Album, dass „Into the wild“- mäßig zum Träumen einlädt. Danach folgten weitere Alben, seine Musik bekam immer mehr Aufmerksamkeit und 2012 erhielt er sogar einen Grammy. Die Vielseitigkeit seiner Musik ist wirklich beeindruckend. Seine Wurzeln scheinen im Singer-Songwriter-Genre zu liegen, zumindest erinnert vorallem sein erstes Album daran. Hier und da kann man auch jazzige Einflüsse in seiner Musik finden. Mit den Jahren flossen immer mehr elektronische und experimentelle Sounds in seine Lieder mit ein. Manche davon wirken geradezu rätselhaft auf musikalischer sowie auf textlicher Ebene. Das ganze passiert immer in Verbindung mit dem Spiel seiner Stimme, die er vorallem im Bereich der Kopfstimme benutzt. Umso erstaunlicher ist es, dass die Musik trotz aller Abgedrehtheit irgendwie beruhigend wirkt und einen mitnehmen kann, wohin auch immer. In dem Album „22, a million“ geht es irgendwie auch um Gott und Bibelverse werden in dem Musikvideo zu 33 „God“ eingeblendet. Was die Aussage dahinter sein soll, bleibt meistens unergründlich. Aber gerade das weckt die Neugier, sodass man es sich immer und immer wieder anhören möchte und dann werden auch die experimentellen Sounds und Melodien zu Ohrwürmern.

Ich empfehle euch das Konzert „Live at Sydney Opera House“ aus dem Jahr 2016 anzuhören, vorallem die Accapella-Version von „Heavenly father“, die Justin Vernon zusammen mit seiner Band rein vocal vorträgt ist wunderschön:

Ein Kommentar

  1. Wow, die Acapella – Version von Heavenly Father geht total unter die Haut, ausdrucksstark und gesanglich ein besonderes Erlebnis!

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