Michael Patrick Kelly

Ich weiss gar nicht, wo ich anfangen soll, wenn ich über diesen wundervollen Musiker schreiben möchte. Deshalb wird das hier auch kein sachlicher Beitrag, sowas könnt ihr auf Wikipedia finden, sondern ich schreibe meine Geschichte mit ihm auf. Die Geschichte eines Fans, ja, das kann man so sagen. Ich kenne ihn zwar nicht persönlich, bin ihm aber schon einige Male begegnet. Den meisten ist er aus der „Kelly Family“ bekannt, wobei er nun schon seit vielen Jahren als Solomusiker mit eigener Band unterwegs ist. Fasziniert habe ich seinen musikalischen Werdegang seit den 90ern verfolgt und teils miterlebt. Die Konzerte seiner Musikerfamilie in Stadien und riesigen Konzerthallen waren wunderschöne Highlights. Tagelang haben wir vor den Stadien campiert, um bei den Konzerten vorne zu stehen oder dem Hausboot, dem Schloss, dem Hotel gewartet. Oh mann, wir waren jung und hin und weg…

Dann erschien sein erstes Soloalbum Anfang der 00er Jahre (sein Gitarrist war zur selben Zeit mein Gitarrenlehrer, der mich auf mein Jazz-Studium vorbereitete, nur leider habe ich das erst später erfahren). Damals waren mir die Kellys auch ein wenig zu uncool, war ich doch gerade 18 geworden und selber auf dem Weg zur Musikerin. Auch wenn ich es nicht drauf anlegte, begegnete ich ihm trotzdem noch persönlich. Er verbrachte einen ganzen Tag im Kölner Obdachlosencafe, in dem ich arbeitete. Er plante dort ein Benefizkonzert und machte sich ein genaues Bild. Erst Jahre später erfuhr ich, dass er damals gerade eine sehr schwere Zeit durchgemacht hatte. Zum Ende seiner Kelly Family – Zeit hat er sich sogar fast das Leben genommen. Doch dann wurde er Christ.

Im Jahr 2004 beschloss er mit 26 Jahren ins Kloster zu gehen, um dort für ganze 6 Jahre zu bleiben. Was ich auch wieder erst kurze Zeit später erfuhr war, dass das Kloster in Belgien, in dem er lebte, nur ein paar Kilometer von meinem damaligen Wohnort entfernt war. Das war irgendwie lustig, denn was wurde nicht alles gerätselt, wo er denn nun sei und ob er wohl wieder rauskommt oder tatsächlich Mönch wird. Was für eine Erlösung als 2008 seine ersten Auftritte in Mönchskutte als „Brother John Paul Mary“ auf Youtube auftauchten. Und diese wundervollen, so ganz anderen Lieder von ihm, die packten mich sofort. Leider spielt er heute nicht mehr soviele von diesen „Kloster“-Liedern. 2014 erlebte ich ihn dann endlich selber wieder live bei seiner „Solo and Unplugged“-Tour und war angetan, wie er ohne große Mühe ganz alleine die Bühne rockte und das Publikum im Griff hatte. Ja und dann kam 2015 der große Solo-Durchbruch.

Paddy Kelly trat nun auch als Künstler mit seinem Geburtsnamen „Michael Patrick Kelly“ auf und hatte plötzlich eine ganze Band am Start, ein neues Management und spielte wieder in riesigen Hallen. Und er hatte eine neue Platte: „Human“. Was ein Album! Es lief bei mir bestimmt ein Jahr lang auf Dauerschleife. „Here to stay“, „Shake away“ oder „Safe Hands“ sind einfach unglaublich gute Lieder und diese CD ist definitv bis heute meine Lieblings – CD von ihm. Bei den meisten Alben mag man ja meistens immer nur so 5 von 10 Tracks, aber bei Paddys Alben sind einfach alle Songs der Knaller. Musikalisch sind es Ohrwürmer und textlich gehen sie unter die Haut. Er macht kein Geheimnis daraus, dass er Christ ist und an Jesus glaubt und das hört man auch in seinen Liedern. Ich finde es sehr beeindruckend, dass so ein Künstler, der in der Medienlandschaft sehr präsent ist, sich zu Jesus bekennt. Das ist total mutig und durch sein authentisches Auftreten einfach glaubhaft. Auch mich hat er stark beeinflusst, als ich Christ wurde. Wie schön, dass es ihn gibt und er uns so viele schöne Lieder und Inspiration gibt. Was kann da noch kommen? Ich bin gespannt, denn er hat ein neues Album angekündigt. Mal sehen ob es „Human“ toppen kann.

Hier möchte ich euch das Lied „Requiem“ von einem Konzert im Jahr 2018 verlinken und kann euch nur empfehlen alle Lieder dieses Konzertes anzusehen, die man auf seinem Youtube-Kanal findet.

Übrigens stellte ich mit Erstaunen fest, dass in letzter Zeit ziemlich viele Besucher auf dem Blog sind. Schreibt gerne mal was, ich freue mich sehr über Austausch zur Musik. Welche Musiker gefallen euch besonders, die ich hier vorstelle?

Ein Kommentar

  1. Liebe She loves songs, dein Artikel von Michael Patrick Kelly ist sehr persönlich, weil er von deinen eigenen Erfahrungen und Erlebnissen von diesem Ausnahmekünstler erzählt. Mir hat er nicht nur im musikalischen Bereich, sondern auch über das Leben von Paddy ganz neue Sichtweisen vermittelt.
    Auch ich bin ein grosser Fan von ihm, mag seine Musik und seine besonders interessante Stimme, seine Texte und seine Lebenseinstellung.

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